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Rückfahrt: Amalfi-Küste - Capalbio

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Auf unserer Rückreise legen wir einen Zwischenstopp in  Capalbio ein. Bekannt ist der Ort durch den  „ Giardino dei Tarocchi “. Der Kunst-Park der französisch-amerikanischen Künstlerin Niki de Saint Phalle steht schon lange auf unserer To do-Liste.   Über die Webseite ( http://ilgiardinodeitarocchi.it/de/ ) konnten wir zwar keine Tickets mehr erstehen, gehen aber davon aus, diese vor Ort kaufen zu können. Leider eine Fehleinschätzung. Tickets können ausschließliche  online erworben werden. Schade, aber definitiv ein Grund mehr, in der Maremma noch mal einige Zeit zu verbringen.   Alternativ sehen wir uns den pittoresk gelegenen Ort Capalbio an und sind sehr begeistert. Der Torre di Buranaccio ragt aus dem burgähnlichen Ensemble heraus. Der historische Ortskern ist von einem begehbaren mittelalterlichen Stadtmauer umschlossen. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, einen Blick Kirche Chiesa di San Nicola ( 12. Jahrhundert) zu werfen. Später lesen wir, dass die Fresken, die uns

Sizilien: Messina - Amalfi-Küste: Maiori

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Auf dem Weg nach Messina legen wir noch einen Zwischenstopp ein, um die Kirche Santi Pietro e Paolo in Casalvecchio Siculo zu besichtigen. Eine äußerst kurvenreiche Straße führt uns zu der In leichter Hanglage gelegenen kleinen Basilika. Nur wenige Touristen scheinen sich hierher zu verirren. Von oben kommend haben wir einen schönen Blick auf die Kirche. Mittlerweile können wir den normannischen Ursprung ( 1116 errichtet) , der auf Sizilien aufgrund seiner Geschichte häufig zu finden ist, erkennen.  Allerdings unterscheidet sich die Kirche durch das verwendete Baumaterial deutlich von den bisher besichtigten. Die Außenmauern aus roten Ziegel-, hellen Kalk- und schwarzen Lavasteinen werden durch Mauerblenden, sogenannte Lisenen, gegliedert. Erfreulicherweise ist die Kirche geöffnet (freier Eintritt). Der Innenraum wird von einer größeren, der Altarraum von einer kleineren Kuppel überwölbt.  Auch wenn unser Navigationssystem die Straße nicht findet erreichen wir auf einer weniger kur

Sizilien: Taormina

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Die Lage Taorminas an den Hängen des Monte Tauro, rund 200 Meter hoch über dem Meer ist sehr malerisch. Im Hintergrund erhebt sich der noch etwas schneebedeckte Etna.  Für uns heißt das aber auch, dass wir vom Hotel unten am Strand erst einmal die 200 Höhenmeter überwinden müssen. Es gibt eine Seilbahn, doch wir entscheiden uns für den Treppenaufstieg. So genießen wir wunderschöne Blicke auf die Küste und die kleine (Halbinsel) Isola Bella . Eine kleine Oase der Ruhe ist der schön gelegene öffentliche Park Villa Communale an der Via Bag­noli Croce.  Nach vielen Stufen erreichen wir das mittelalterliche Zentrum. Taormina ist Angabe gemäß  Siziliens meistbesuchter Urlaubsort. Feststellen können wir nur, dass der Tourismus an den Ostertagen deutlich zugenommen hat. Nichts jedoch im Vergleich zu den Sommermonaten, wo man kaum einen Schritt vor den anderen setzen kann. Morgens ist uns die Schlange vor dem Ticket-Schalter des antiken Theaters zu lang. So schlendern wir zunächst zu Taormi

Sizilien: Ätna - Taormina

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Die Sonne hat uns heute leider verlassen. Auf unserem weiteren Weg nach Taormina planen wir dennoch einen Stopp am Ätna . Richtige Entscheidung! Als wir nach einer kurvigen Anfahrt die Talstation auf der Südseite erreichen, sind wir im wahrsten Sinne des Wortes über den Wolken. Die Station Rifugio Sapienza liegt auf knapp 2000 Me­ter Höhe.   Wir lassen es uns nicht nehmen, per Seilbahn etwas höher auf den größten Vulkan Europas zu fahren. Die Berg­sta­tion La Montagnola liegt immerhin auf et­wa 2500 Meter Höhe. Mit einem All­rad­bus geht es weiter auf 2920 Meter Hö­he zum Fuße des Süd­ost­kraters. Hier gibt es auch im April noch einige Schneefelder, doch die meisten sind von einer leichten Ascheschicht des letzten (kleinen) Ausbruchs von vor zwei Monaten bedeckt. Der Blick ist trotz Wolkendecke fantastisch und reicht bis zum italienischen Festland. Der durch seine Ausbrüche stetig wachsende Hauptkrater hat seine stolze Höhe von über 3300 Metern. Der Ätna besteht aus über 300 mehr od

Sizilien: Siracusa

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Mit einem Taxi lassen wir uns zum in der Neustadt (Neapoli) gelegenen Archäologischen Park fahren. Zunächst besichtigen wir die Steinbrüche (Latomia), die bereits im 6. Jh. v. Chr. zum Bau Siracu­sas an­tiker Bauten genutzt wurden. Bizarr geformte Felstürme stehen bis zu 40 Me­ter tiefer als die Um­ge­bung. Am Ende des Weges liegt das Grab des berühmten frühen Mathematikers Archimedes. Legendär ist die Grotte Orecchio di Dio­nisio, das „Ohr des Dionysos“. Die fast 60 Me­ter lange, aus dem Fels ge­hau­ene Höhle be­sitzt eine einzigartige Akustik. Von den Jahrhunderte andauernden Machtkämpfen um Syrakus zeugt das griechische und römische Erbe. So gibt es sowohl ein griechisches als auch ein römisches Theater. Im ersteren finden auch heutzutage noch Aufführungen statt. Das Teatro Greco (5. Jh. v. Chr.) war mit einer Kapazität von 15.000 Zuschauern und einem Durch­mes­ser von fast 140 Metern das größ­te Theater der Antike und gilt als Geburtsstätte der Komödie. Oberhalb des Teatro G

Sizilien: Noto - Siracusa

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Noto gilt als die „schönste Barockstadt Siziliens". Doch mehr noch als die einzelnen Sehenswürdigkeiten begeistert in Noto das Ensemble an Palästen und Kirchen mit vielen verspielten Details an den Fassaden. Allerdings muss man ein wenig morbiden Charme mögen. Der für den Bau verwendete Kalkstein ist den Umwelteinflüssen nicht gewachsen. Überall bröckelt es und viele Fassaden sind eingerüstet. Noto antica wird das alte, zehn Kilometer landeinwärts liegende Noto genannt, das dem Erdbeben von 1693 zum Opfer fiel. Die ehemalige Stadt lässt sich nur noch erahnen, ist aber ein idealer Ausgangspunkt für eine Wanderung im Riserva Naturale di Cava Grande del Cassibile.  Auf einem gut ausgebauten Weg wandern wir in die etwa 250 m tiefe Schlucht, die auch als Grand Canyon von Sizilien bekannt ist. Die Hänge sind von dichter Macchia überzogen und einige Wiesen sind ein wahres Blütenmeer. Fantastisch ist der Blick auf die umliegenden schroffen Felswände. In den Wänden sind häufig quadratisch

Sizilien: Ragusa - Naturreservat Vendicari - Noto

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Von der kleinen Provinzstadt Ragusa , die ebenfalls zum Val di Noto UNESCO der spätbarocken Städte gehört, sind wir ganz begeistert. Im Vergleich zu Caltagirone die wesentliche schönere Stadt mit besonderem Charme. Ragusa wurde nach einem Erdbeben im Jahr 1693 als Oberstadt (Ragusa Superiore) und Unterstadt (Ragusa Ibla) in barocker Pracht wieder aufgebaut. In der Oberstadt ist insbesondere die  Kathedrale von San Giovanni Battista  (18. Jahrhundert) zu nennen  und die nahe gelegene alte Steinbrücke Ponte dei Cappuccini.  Einen besonders schönen Blick auf die Unterstadt hat man von der Chiesa Santa Maria delle Scale. Aus dem Dächermeer ragen eine Reihe barocker Kirchen und Paläste aus dem Altstadt-Ensemble von Ragusa Ibla heraus. Über viele Treppenstufen und schmale Gassen erreichen wir den besonders schönen Piazza Duomo mit einer großartigen Treppenanlage und der imposanten Cattedrale di San Giorgio.  Für eine Innenbesichtigung sind wir leider 10 Minuten zu spät, die Mittagspause da